Extraschicht 2016 – Eine Nacht im Ruhrgebiet

Wie überbrückt man am besten die Zeit bis zur Weltreise? Man wird zur Reisenden in der eigenen Region. Und so habe ich auch in diesem Jahr wieder die Extraschicht im Ruhrgebiet besucht. Von Moers im Westen bis Hamm im Nord-Osten waren an 48 Spielorten 2.000 Künstler dabei. Seit nun 16 Jahren findet die Extraschicht an einem Samstag im Juni statt und zeigt das geballte Portfolio der Industriekultur in einer einzigen Nacht. Von Ausstellungen über Vorträge bis zum Laserschießen ist alles dabei. Der Pott bietet nicht nur Schalke und Currywurst, sondern wundervolle und spannende Orte. Das charmante an der Extraschicht: Du erwirbst nur ein Ticket, hast überall den Eintritt und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie der Shuttlebusse von Attraktion zu Attraktion inklusive. 200.000 Besucher haben sich dieses Spektakel, trotz zunächst niederschlagender Wetterprognose, angeschaut.

Extraschicht – 2015

Ich habe im vergangenen Jahr bereits an der Extraschicht begeistert teilgenommen. Ich bin im Binnenschifffahrtsmuseum in Duisburg-Ruhrort gestartet. Das alte Schwimmbad mit einem riesigen Schiff im leeren Schwimmbecken bietet eine wunderbare und nostalgische Atmosphäre. Eine Lichtinstallation inklusive Musik, ein Chor und dazu erfrischende Getränke haben ihr eigenes Ambiente geschaffen. Nur 5 Minuten Fußweg entfernt bin ich an Bord der weißen Flotte gegangen und durch die Duisburger Häfen bis zur City geschippert. Das war an diesem Abend mein Highlight, weil die Häfen von Duisburg aus dieser Perspektive beeindruckend sind. In der Innenstadt angekommen ging es zu Fuß die Promenade entlang bis zum Innenhafen. Stände mit Köstlichkeiten und Getränken erleichterten den Marsch von rund 15 Minuten durch die Menschenmengen. Der Innenhafen Duisburg reizt bereits viele Besucher schon durch die tollen Lichtinstallationen und die ausgeprägte Gastronomie. Doch an diesem Abend konnte man zusätzlich alle Museen besichtigen und an Führungen teilnehmen. Hinzu kommt um 24:00 Uhr ein Feuerwerk, dass von Musik begleitet wurde. Und erst dann begann es zu regnen.

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Extraschicht – 2016

In diesem Jahr startete die Extraschicht mit Regen. Doch nur kurze Zeit später lünkerte die Sonne durch die Wolken und versprach einen tollen Abend. Dieses Jahr bin ich zunächst zum Gasometer nach Oberhausen gefahren. Wer sich noch nicht die aktuelle Ausstellung angeschaut hat, sollte das nachholen. „Wunder der Natur“ zeigt atemberaubende Fotografien von Pflanzen und Tieren. Der absolute Höhepunkt: Eine Skulptur der Erde mit 20 Metern Durchmesser in 100 Metern Höhe. Satellitenbilder werden auf die sich drehende Kugel projiziert, Tag und Nacht aber auch die Jahreszeiten kann man beobachten. Fantastisch und beeindruckend.

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Extraschicht im Landschaftspark Duisburg Nord

Von Oberhausen aus ging es für mich zurück in meine Stadt, nach Duisburg in den Landschaftspark Nord. Dort traf ich mich mit Dennis von Stoptaste, der seine Kamera ständig im Anschlag hat. Dieser Ort fasziniert mich immer wieder und war auch Schauplatz der photo&adventure in diesem Jahr. In der Kraftzentrale war eine Tanzfläche aufgebaut, eine Band spielte und professionelle Tänzer lehrten die Zuschauer den Charleston und andere Tänze. Eine wundervolle 50er Jahre Atmosphäre in einem beeindruckenden Gebäude.

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Das Street Food Festival war mit 6 Ständen diesmal ebenfalls wieder vertreten.Um 22:30 Uhr waren dann aber auch die meisten Köstlichkeiten ausverkauft. Ich sage nur: Verdammt lecker.

Ich war zum ersten Mal im Tauchgasometer und war völlig fasziniert von der Location. Man fühlte sich wie in einer geheimen Basis der NASA. In der Gebläsehalle spielte die Band Trio Fuera und in der Gießhalle konnte man mit Anja Lerch gemeinsam Rudelsingen. Verschiedene Führungen wie eine Fledermausexkursion, ein Fotowalk und eine Hochofenführung lockten viele Interessenten herbei. Auf dem Parkplatz wurde erkennbar, dass die Besucher aus ganz NRW und auch aus den Niederlanden zur Extraschicht strömten. Der Landschaftspark ist vor allem in den Abendstunden ein beeindruckender Ort. Bunt beleuchtet zeigt es die weiche Seite der Industriekultur im Ruhrpott. Kurz vor 23:00 Uhr wollte uns der Regen dann doch nicht alleine lassen und machte uns etwas nass. Nicht tragisch, denn Punkt 23:00 Uhr konnten wir wieder beruhigt in Richtung Himmel blicken. Durch die lila ausgeleuchteten Bäume schauend gab es zu dem Zeitpunkt nämlich ein Feuerwerk.

Am 24. Juni 2017 findet die nächste Extraschicht statt. Falls ich dann wieder in Deutschland bin, werde ich garantiert erneut dabei sein.

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