Reisearten – Fliegen, fahren & Co. (*Werbung*)

Reisearten

Ich liebe die Vielfalt an Reisearten, die ich habe. Ich fliege, ich fahre, ich laufe und die Reise beginnt, wenn ich vor die Tür trete. Viele sind davon überzeugt, dass sie lange Strecken nur mit dem Flugzeug zurücklegen können, doch auch diese Einstellung ist im Wandel. Menschen steigen auf Ihr Rad und fahren um die Welt, andere gehen zu Fuß und wieder andere Trampen.

Ich liebe Roadtrips

Ich selbst liebe als Alternative zum Fliegen das Auto. Ich springe rein, kann an einem Tag längere Strecken zurücklegen und stehenbleiben, wo auch immer ich möchte. Meine persönlichen Favoriten: Meine Roadtrips in Island und in Irland. Beides kaum zu vergleichen und doch unvergesslich schön. Ich steige oft ins Auto und fahre ans Meer, in die Berge oder einfach in eine hübsche kleine Stadt, die ich entdecken möchte. Als ich im Wohnmobil unterwegs war, mochte ich das Gefühl, dass ich mein Zuhause dabei habe, aber vor dem reinspringen und losfahren ging es immer ans Zusammenpacken, festmachen und sichern. Es war nicht so einfach mal schnell irgendwo stehenzubleiben. Oft stand ich im Weg, oft konnte ich nicht so spontan abbiegen, wie ich es mit dem Auto mache. Aber wenn ich jetzt Roadtrips starte, dann genieße ich die Freiheit und die Spontanität. Mein Hund kann immer dabei sein. Sie fühlt sich wohl im Auto und kann auch problemlos längere Strecken fahren.

Fliegen

Eine Freundin von mir reist ausschließlich per Flieger. Na gut, sie arbeitet auch bei einer Airline. Und für lange Strecken ist das Flugzeug einst der bequemsten und sichersten Verkehrsmittel. In einem Tag bist du auf der anderen Seite der Welt. Früher als ich Flugangst hatte, war es meine ungeliebte Art des Reisens. Heute finde ich es total super, dass ich so schnell irgendwo hinkommen kann. Und oft für einen kleinen Preis. Manchmal nervig, dass man so viel Zeit vor und nach dem Flug planen muss. Man ist beschränkt bezüglich des Gepäcks und dann auch noch die Verspätungen oder sogar ein Ausfall? Wie nervig oder? Oft sehe ich dann in Facebook Gruppen Diskussionen darüber, welche Rechte und Möglichkeiten man da als kleiner Passagier noch hat. Auch die bequemste Art des Reisens kann zum Desaster werden. Das Risiko muss man halt eingehen, wenn man schnell vorwärts kommen will. Und gemütlich zurücklehnen, sich einen Film anschauen und Drinks und Essen genießen ist doch toll.

Trampen

Kennst du Ben von Ben um die Welt? Dieser tolle Typ ist vom Iran bis nach Deutschland getrampt. Richtig cool oder? Ben erzählt uns ein wenig darüber:

“Trampen? Warum fliegst du nicht einfach – geht schneller” Müssen wir den immer die direkteste Route und das schnellste Fortbewegungsmittel wählen um von A nach B zu kommen? Als ich 2016 auf dem Rückweg von Asien nach Deutschland war ist die Idee gereift “nach Hause zu trampen”. Klar nutzt man dabei unter anderem auch motorisierte Fahrzeuge aber es ist dennoch eine ganz andere Art der Fortbewegung. Das Ziel kann man sich vornehmen aber beim Trampen gibt es keinen Fahrkartenschalter. Zu früh? Zu spät? Pünktlich? Nicht beim Trampen! Allein die Fahrer der vorbeifahrenden Fahrzeuge und die Personen die man vielleicht an einer Tankstelle oder Raststätte trifft bestimmen das Tempo – ebenso das Ziel! Ganz nach dem Motto “Der Weg ist das Ziel.” Es ist eine Form des langsameren Reisens, des flexibleren Reisens. Sicher? Ich kann für meine knapp 7400 Kilometer sagen, dass ich mich nie unsicher gefühlt habe oder irgendwelche schlimmen Dinge passiert sind. Dennoch habe ich bei jedem Auto und jedem ersten Kontakt mit dem Fahrer auf meinen Bauch gehört und bin dabei auch drei Mal nicht eingestiegen. Vom Iran aus ging es damals quer durch die Türkei – und dann immer weiter in Richtung Westen. Immer dabei mein treuer Begleiter Buddy – der am Ende auch ein wichtiger Bestandteil des Trampens war und auf dem quasi Geschichten geschrieben wurden! Tag ein Tag aus wenn ich wieder auf ein Auto gewartet habe war ich gespannt: “Wer wird anhalten? Wie tickt die Person? Warum nimmt sie mich mit?” – es waren stets die gleichen aber dennoch immer spannenden Fragen und die Antworten. Man muss eventuell ein wenig aufgeschlossener und neugieriger, und wie ich hin und wieder gesagt bekam, etwas verrückt sein um sich auf diese Art des Vorwärtskommens einzulassen – aber es lohnt sich! Ich habe jedoch kein einziges Fahrzeug bereut und keine Geschichte vergessen. Es sind genau diese Menschen und ihre Hintergründe die eine Reise noch einzigartiger machen und die dieses Spannungsfeuer am brennen halten. Manchmal sind Erlebnisse, Geschichten und Menschen einfach so viel wichtiger als Fahrkarten, ein genaues Ziel und pünktliches Ankommen – und wer garantiert einem beim Fliegen überhaupt Pünktlichkeit.

Radreisen

Daniel reist gerade mit dem Rad um die Welt. Auf seinem Blog berichtet er darüber. Hier hat er es mal ein wenig etwas zusammengefasst. (Auch wenn man das schwer in nur ein paar Worte fassen kann)

Die Entscheidung zum Radreisen trifft jeder aus seinen Individuellen Gründen. Die meisten wollen wohl einfach Fahrrad fahren, denn sie lieben es. Ich selbst tue es, um beim Reisen sportliche Herausforderung zu haben und natürlich relative Unabhängigkeit – alles was wir brauchen sind unsere Räder und Straßen. Als Radreisender erlebt man jedes Land deutlich ursprünglicher als Backpacker es jemals könnten. Anstatt motorisiert von einer Traumblase in die nächste transportiert zu werden, kämpft sich der Radler durch alle Begebenheiten jedes Landes, so wundervoll aber auch abschreckend sie sein mögen. Dabei ergeben sich sowohl wunderbare Begegnungen mit Einheimischen welche nicht selten zu unerwarteten Einladungen führen genauso wie Erlebnisse mit den schwarzen Schafen jeder Gesellschaft. Das alles steht vor der Motivation, sich seine zu erreichenden Ziele (Orte) selbst zu erarbeiten. Man lernt auch sehr viel über sich selbst. Die Attribute des eigenen Körpers und seine Bedürfnisse stechen hervor; Grenzen werden sichtbar und können ausgelotet und anschließend erweitert werden. Auch im Verlauf der Reise zeigen sich Unterschiede zwischen den Radlern: viele verbinden das mit Nähe zur Natur und verbringen viele Nächte in ihrem Zelt. Ich selbst versuche das Zelten allerdings zu vermeiden, nach einem harten Tag im Sattel ist eine Dusche einfach zu herrlich 🙂

Auch Anja von „Das fliegende Klassenzimmer“ reist ebenfalls mit dem Rad:

Ganz wichtig für mich ist, dass ich mit dem Fahrrad in Gegenden komme, die ich mit dem Auto oder anderen Verkehrsmitteln nie gesehen hätte. Außerdem bin ich mit dem Fahrrad viel näher an den Menschen dran, denn mich umgibt keine schützende Blechhülle und ich bin natürlich auch viel langsamer. Dadurch bekomme ich im vorbei radeln Gesprächsfetzen mit, natürlich wird man auch belächelt aber meist überwiegt die Anerkennung. So viele Daumen hoch, wie ich auf meinen Reisen, bekomme wünsche ich mir manchmal für meinen Blog.

Ein weiterer Grund für meine Begeisterung ist, dass ich auf Radreisen so richtig abschalten kann.Während im Zug das Kopfkino oft noch in vollem Gange ist, ist spätestens nach den ersten paar Kilometern Sendeschluss. Vergessen ist die Jagd nach Aufträgen, der Ärger mit säumigen Kunden und der Stress, der mit einer Selbstständigkeit verbunden ist. Plötzlich geht es nur noch darum den richtigen Abzweig zu finden, die nächste Steigung zu bewältigen, die Umgebung zu genießen und spätestens nach 70 Kilometern mit dem protestierenden Allerwertesten zu kämpfen. Und und und ich könnte noch ganz viele Punke aufzählen, wenn es dich interessiert, dann schau doch auf meinem Blog vorbei.

Per Schiff über die Meere dieser Welt

Die fantastische Anuschka reist am liebsten in nordische Länder und sehr gerne per Schiff. Ihre Geschichten sind fantastisch und sie berichtet auf Rosas Reisen davon. Hier erzählt sich uns eine ihrer tollen Geschichten:

Grönland ist die größte Insel der Welt und was liegt da näher, als sie mit dem Schiff zu erkunden? Zumal es kaum Straßen gibt und alle Orte direkt an der Küste liegen. Auf der MS Cape Race, mit der ich die Disko-Insel umrundet habe, hatte ich alles, was das Herz begehrt: Meine winzige, gemütliche Kabine, eine Küche, in der immer frisches Brot gebacken wurde, einen holzgetäfelten, kleinen Salon, einen guten Aussichtsplatz an Deck und sogar eine heiße Sauna! Die ist auch nötig, wenn man von der Reling ins Polarmeer springt. Wusstet ihr, das Salzwasser erst unter 0 Grad gefriert…?

Ich liebe es, auf Reisen unterwegs zu sein, aber trotzdem einen eigenen Rückzugsort zu haben, an dem ich über das Erlebte nachdenken, mir Notizen machen oder einfach für mich sein kann. Ein Schiff ist dafür ideal: Man bewegt sich von Ort zu Ort und hat trotzdem den Luxus, jede Nacht im eigenen Bett schlafen zu können. Trotzdem bin ich kein Fan von riesigen Kreuzfahrtschiffen mit Restaurants, Fitnessraum und Shoppingmalls. Im Gegenteil, je kleiner die Runde, desto besser lernt man die Mitreisenden und die Crew kennen. Außerdem kann man mit einem kleinen Expeditionsschiff ganz dicht an die Eisberge heranfahren und sogar Wale hautnah erleben.

Interrail

Ina von Mit Kind im Rucksack reist mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann per Zug durch Europa. Eine schöne Alternative für eine Familienreise:

Wir reisen gerne mit dem Zug und InterRail durch Europa, da für uns die Reise an sich schon der Urlaub ist! Wir gerne intensiv und von“Innen“ ein Land kennenlernen wollen und da bietet das Bahnreisen eine ideale Form. Man erlebt die Menschen in ihrem Leben, man riecht, hört und erlebt einfach das normale Alltagsleben eines Landes sehr intensiv . Oft kommt man mit den Menschen sehr schnell ins Gespräch, gerade das Reisen mit unseren Kindern macht das nochmal einfacher, Kinder öffnen oft ganz schnell die Herzen der Menschen. Dazu kommt das es uns auch wichtig ist nachhaltig und umweltschonend zu reisen. Ganz praktische Gründe haben wir auch noch, da 2 von 4 Kindern sehr zu Übelkeit bei Autofahrten und auch im Flugzeug neigen und beim Bahnfahren dagegen überhaupt nicht. Ich selbst mag das Reisen mit InterRail da man da sehr spontan sein kann, da man eben die Bahn. Das Bahnfahren an sich ist für mich ebenso sehr entspannend, die Landschaft an einen vorbei ziehen sehen, sehen wie sie sich so langsam verändert. Das gleichmäßige Rattern der Rädern, einfach nur entspannend für mich.

Über uns: Mit Kind im Rucksack das  sind eine in Norwegen lebende Familie, die  gerne mit Rucksack und Kind die Welt erkundet und das am liebsten per InterRail. Da wir seit 12 Jahren in Norwegen leben gibt es dazu noch Tipps über Norwegen und da uns gute Fotos am Herzen liegen, auch noch so einige Tipps und Tricks fürs Fotografieren.

So viele Alternativen

Ich kenne Menschen, die wandern tausende von Kilometern, andere radeln und wieder andere kaufen sich irgendwo auf dieser
Welt ein Motorrad um Länder zu durchqueren. Es gibt so viele Möglichkeiten die Welt zu entdecken. Jeder muss für sich herausfinden, was er mag und welche Art für ihn die beste ist. Doch eins ist klar: Eine gute Mischung macht auch. Es ist so einfach eine Reise zu machen. Wir haben das Privileg, frei zu sein. Wir können vor die Tür treten und eine Reise beginnen. Vielleicht verlassen wir mal unsere Komfortzone und gehen ein paar Kilometer zu Fuß? Ich habe meine Passion gefunden. Roadtrips. Und deshalb steht demnächst auch wieder einer an. Wenn mein klappriges 1000€ das noch mitmacht. Ansonsten muss ich wohl laufen… 🙂

 

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